Ich habe im Rollstuhl gesessen und konnte wieder Fahrrad fahren

Andreas Sturz 

Ich habe im Rollstuhl gesessen und konnte wieder Fahrrad fahren. Mein Heilpraktiker hat mir sehr geholfen.

Andreas Sturz leidet an Multipler Sklerose. Die Krankheit bricht aus, als er 16 ist und nimmt einen a-typisch aggressiven Verlauf. Zu den körperlichen Aspekten kommt die psychische Belastung. Ein Heilpraktiker hat Andreas Sturz schließlich nachhaltig geholfen. Heute ist er 29 und hat die MS halbwegs im Griff.

Herr Sturz, wann und wie wurde die Krankheit entdeckt?

Als es losging, in der Schule, am letzten Schultag, hatte ich für ein paar Sekunden einen Blackout. Da habe ich gedacht, ich bin einfach nur müde, ich brauche Erholung. Aber dann ging es halt weiter, dauernd ist mir die Gabel aus der Hand gefallen. Oder das Treppensteigen wurde immer schwieriger, weil die Beine so schwer waren. Und das Gefühl im rechten Arm war auch ganz komisch, so pelzig.

An wen haben Sie sich damals zuerst gewendet?

Logisch, zuerst an meinen Hausarzt. Dann ans Krankenhaus, Neurologe.

 

Welche Untersuchungen haben die Ärzte durchgeführt?

Die kann ich jetzt nicht mehr alle benennen. Aber zum Beispiel war MRT dabei. Eine Lumbal-Punktion. Blutbild. Eine Art Elektroschock-Therapie, ganz leicht natürlich, um die Nervenleit-Geschwindigkeit zu testen. Und ein Langzeit-EKG.

Welche therapeutischen Maßnahmen sind dann erfolgt?

Standard würde ich sagen, Logopädie, Physiotherapie, Gang-Sicherheitstraining. Kortison-Stoßtherapie.

 

Hatten diese Maßnahmen Erfolg?

Ja, aber immer nur kurzzeitig. Dann kam immer wieder ein neuer Schub und hat alles wieder kaputtgemacht. Das war immer wieder ein Neubeginn für mich.

 

Wie war diese Zeit für Sie?

Das hat mich ziemlich fertig gemacht. Ich hab überhaupt nichts mehr verstanden. Warum ich, warum jetzt, warum eine Krankheit, die ich nicht mal benennen konnte, welche das war. Unterm Strich hatte ich dann 37 verschiedene Symptome, in dreieinhalb Monaten.  Das war ein sehr aggressiver Verlauf. Die Ärzte haben mir auch nichts erklären können. Das hat ungefähr ein Jahr gedauert, bis ich die Diagnose bekommen habe. Die Ärzte waren sich nicht 100prozentig sicher. Das war ein untypischer Verlauf bei mir. Am Ende der dreieinhalb Monate gaben mich die Ärzte auf. Sie wussten nicht wie und konnten mir nicht mehr helfen. Ich hätte mit sechzehn Jahren eigentlich sterben sollen.

 

Haben Sie sich von Ihren Ärzten ernst genommen gefühlt?

Soweit ich mich erinnern kann, ist manches von den Ärzten auch ins Lächerliche gezogen worden. Der Verdacht ging zum Beispiel dahin, dass die Tigermücke, die inzwischen ja auch bei uns heimisch ist, mir einen Krankheitserreger übertragen hat. Da hat ein Arzt gesagt, „Wie kann denn so ein kleines Tier so eine Krankheit bei Ihnen auslösen“ Das hat der wortwörtlich so gesagt. Und dabei gelacht.

 

Wann sind Sie zum ersten Mal zu Ihrem Heilpraktiker gegangen?

Das war 2006, im April, nach diesen dreieinhalb Monaten. Der ist mir empfohlen worden von meiner Tante.

 

Welche Untersuchungen hat der Heilpraktiker gemacht?

Das war diese Bioresonanz und eine andere, von der ich nicht mehr weiß, wie die heißt. Und der hat auch Blutbilder gemacht und Urin untersucht.

 

Was war das Ergebnis?

Er hat mir verschiedene Arzneimittel aufgeschrieben und Bioresonanz. Aber auch ganz viel Akupunktur. Und er hat mir Mittel für die Leber und das Knie gespritzt, das sollte die Muskeln stärken. Er hat vermutet, das sei keine MS, sondern das Polio-Virus, von der Kinderlähmung.

 

Wie haben die Ärzte darauf reagiert?

Naja, auf Heilpraktiker reagieren Ärzte, glaub ich, allgemein überhaupt nicht gut. Sinngemäß: So nebenbei kann man  ja mal, zum Heilpraktiker gehen. Ist  ja ok. Kostet halt Geld.

 

Wie geht es Ihnen heute?

Auf jeden Fall viel besser! Die dreieinhalb Monate am Anfang, ehe ich zum Heilpraktiker gegangen bin, da war ich dann am Ende Pflegestufe 3 und habe im Rollstuhl gesessen. Und nach der halbjährigen Behandlung beim Heilpraktiker bin ich wieder Fahrrad gefahren! Der hat mir richtig gut geholfen! Das hat schon einige Jahre vorgehalten. Für mich war die Erkrankung damit beendet. Da habe ich die Zusammenarbeit mit dem Heilpraktiker abgebrochen. Irgendwann ist man einfach „einnehm-müde“, man will seine Ruhe haben. Und das kostet ja auch Geld. Bei mir so 1000 Euro im Monat.

Das war vor vier Jahren. Inzwischen ist es wieder schlechter geworden. Mittlerweile gehe ich seit zweieinhalb Jahre mit Krücken. Aber die ganzen Symptome vom Anfang, die sind definitiv nicht mehr da. Nur noch ein paar.

 

Haben Sie überlegt, den Kontakt zu Ihrem Heilpraktiker wieder aufzunehmen?

Das scheitert am Geld. Und ich bin  leider auch nicht mobil. Der ist halt 90 Kilometer entfernt.

 

Gehen Sie heute noch zu Ihrem Arzt?

Zum Neurologen nicht mehr, nur noch zu meiner Hausärztin.

 

Welchen Stellenwert hat die Naturheilkunde für Sie?

Ich fand das schon recht wichtig. Von den Globulis bin ich jetzt nicht überzeugt. Aber die Behandlungsmethoden mit natürlicher Arznei und Nahrungsergänzungsmitteln, die find ich ganz wichtig!

 

Möchten Sie Ihrem Heilpraktiker noch etwas sagen?

Er hat mir sehr geholfen. Und ich hoffe, dass er so weitermacht und anderen hoffentlich auch helfen kann.

 

Vielen Dank, dass wir diese sehr persönliche Geschichte erzählen durften. Wir wünschen Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute!